Freundschaftsverein Tczew-Witten e.V.



Informations- und Gesprächsabend:

Dienstag, den 6. September 2022 um 19.00 Uhr

im Gemeindehaus der Kreuzgemeinde in der Lutherstraße in Witten

Religion – Gesellschaft – Freiheit

Die Hagia Sophia als Moschee – Missbrauch der Religion für politische Zwecke

Eine Veranstaltung mit Dr. Horst Hoffmann

Der Name des Gotteshauses „Hagia Sophia“, bedeutet im Griechischen „Heilige Weisheit“ . Ihr Bau in den Jahren 532 bis 537 ersetzte an dem Ort bereits vorher vorhandene Kirchenbauten, die sie aber in ihrer Größe und architektonischen Einzigartigkeit weit übertraf. Sie gilt als eines der bedeutensten Bauwerke aller Zeiten und war das religiöse Zentrum des Oströmischen Kaiserreiches, das im Jahre 395 aus der Trennung des antiken Römischen Reiches in West- und Ostrom hervorgegangen war. Konstantinopel, auch Byzanz genannt, war die Hauptstadt des oströmischen Kaiserreiches, das in seiner größten Ausdehnung im 6. Jahrhundert neben der heutigen Türkei, dem Nahen Osten, Ägypten, großer Teile der nordafrikanischen Küste auch einen Teil Spaniens, Italien, den Balkan und Griechenland umfaßte. In dieser Zeit der Herrschaft des Kaisers Justitians I. stand die Herrschaft Byzanz nur in Konkurrenz zu den germanischen Reichen der Goten und Franken, der Slawen und der Herrschaft der Sassaniden in Persien. In der Zeit von 622 bis 750 er?oberten die islamischen Kalifate große Teile des Byzantinischen Reiches. Im Jahr 1453 wurde die Stadt Konstantinopel vom osmanischen Sultan Mehmet II. erobert. Bis zur Gründung der modernen Türkei, 1923 unter Mustafa Kemal Pascha, genannt Atatürk (Vater der Türken), wurde die Sofienkirche als Moschee genutzt und dann 1934 in ein Museum umgewandelt.
Am 24. Juli 2020 wurde auf Wunsch von Präsident Erdogan die Hagia Sophia zum ersten Mal wieder als Moschee für das Freitagsgebet genutzt. Dieser Akt und die Form der Zeremonie mit direktem Bezug zu mehreren osmanischen Eroberern und kriegerischer Pose mit Schwert, werfen viele Fragen auf. Der Vortrag möchte der wechselvollen Geschichte der Hagia Sophia nachspüren, den aktuellen politischen Mißbrauch aufzeigen und den Horizont für einen ökumenischen  und interreligiösen Dialog eröffnen. 





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