Freundschaftsverein Tczew-Witten e.V.



Lese- und Gesprächsabend:

Dienstag, den 20. September 2022 um 19.00 Uhr

im TheaterSpielLaden – Annenstr. 3 – 58453 Witten

Ein Gesprächsabend über die Jakobsbücher von Olga Tokarczuk

Eine Veranstaltung mit dem Übersetzer Bernhard Hartmann

Olga Tokarczuk:

Die Jakobsbücher

oder 

Eine grosse Reise über sieben Grenzen, 

durch fünf Sprachen 

und drei grosse Religionen, 

die kleinen nicht mitgerechnet. 

Eine Reise, erzählt von den Toten 

und von der Autorin ergänzt 

mit der Methode der Konjektur,

 aus mancherlei Büchern geschöpft 

und bereichert durch die Imagination, 

die größte natürliche Gabe des Menschen. 

Den Klugen zum Gedächtnis, 

den Landsleuten zur Besinnung, 

den Laien zur erbaulichen Lehre, 

den Melancholikern zur Zerstreuung.

Olga Tokarczuk, 1962 im Westen Polens geboren, studierte in Warschau Psychologie und arbeitete ab 1985 als Therapeutin. Eine erste Erzählung hatte sie bereits Ende der 1970er Jahre veröffentlicht, im Jahr 1989 erschien dann ihre erste Sammlung von Gedichten und 1993 ihr erster Roman. Manche ihrer Erzählungen sind für deutsche Leser schwierig zu verstehen, da sie sich mit Kenntnis der polnischen Geschichte und Mythologie leichter erschließen lassen, Voraussetzungen, die in Deutschland so nicht gegeben sind. Trotzdem waren die Übersetzungen ihrer Bücher ins Deutsche durchaus erfolgreich. Ihr anderer Blick, das Zusammendenken von Geschichte und Gegenwart, die Verbundenheit des Menschen mit der Natur und der ganzen Welt der Menschen, die grenzenlos ist, weckte Interesse. 2014 erschien dann ihr Werk „Die Jakobsbücher“ in Polen, eine Geschichte über jüdisches Leben in der Geschichte Polens und Europas. Mit diesem Buch ging Tokarczuk auf Lesereisen und stellte sich auch kontroversen Diskussionen und Anfeindungen. 2019 erhielt sie auf einer solchen Lesereise in Deutschland die Nachricht, daß sie den Literaturnobelpreis erhalten solle.





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